Unerwarteter Saisonstart

Auch der 1. SC Zehlendorf Steglitz e.V. bleib nicht von dem Covid – Virus verschont bzw. trifft es auch unsere geimpften Spieler. Aufgrund von Covid Ansteckungen in der näheren Umgebung der Spieler, sei es privat oder beruflich, mussten sich viele der Spieler ab Montag letzter Woche in häusliche Quarantäne begeben und konnten vorläufig so nicht am Trainings – oder Wettkampfbetrieb des Vereins teilnehmen. Somit war am Dienstagabend der Saisonauftakt akut gefährdet. Da unsere Mannschaft während der Corona Zwangspause bereits einen personellen Umbruch begonnen hat und die Mannschaft stark verjüngt, sagten viele „alte“ Spieler spontan Ihre Hilfe zu. Eigentlich wollen diese „alten“ Spieler alle nur noch in der 2. Mannschaft neben Ihren beruflichen Verpflichtungen ein wenig in der Berliner Runde spielen, aber Sie sagten spontan Ihre Hilfe zu. Zwei Spieler waren seit August nicht mehr im Wasser aufgrund von beruflichen Verpflichtungen und andere mussten sogar noch am selben Tag arbeiten und halfen trotzdem aus, um das Spiel stattfinden zu lassen. So trafen sich am Samstagmittag 7 Spieler, um sich auf den Weg nach Leipzig zu machen und hofften darauf, dass die zwei anderen rechtzeitig zum Spielbeginn um 17:45 Uhr in der Uni Schwimmhalle in Leipzig ankommen würden – da half uns sogar noch der Zufall, denn das Spiel sollte um eine Viertelstunde nach hinten verschoben werden und erst um 18:00 Uhr beginnen bzw. angepfiffen werden. Zwei Minuten nach Beginn waren die zwei anderen dann da und so konnten wir mit 9 Spielern das Spiel bestreiten. 

Im ersten Viertel hatten die Leipziger etwas Respekt vor unserer Mannschaft und nachschleppendem Beginn dauerte es 4 Minuten, bis unsere Notlösung im Tor das erste Mal hinter sich greifen musste, weil die Leipziger trafen. Schnell erhöhten Sie auf 3:0 und nun dachten wir, jetzt werden wir überrollt. Kurz vor der ersten Pause war es Jannes vorbehalten unseren Premierentreffer in der 2. Liga zu erzielen, mit einem satten Distanzwurf aus halb rechter Position traf er genau in den Winkel und so stand es zur Pause nur 3:1 aus unserer Sicht. Aber auch unser „Torwart“ ließ die Leipziger immer mehr verzweifeln und hatte großen Anteil daran, dass wir nur mit 2 Toren hinten lagen.

Kurz nach dem Wiederbeginn konnten wir dann noch zum 3:2 anschließen, ehe die Leipziger dann mal Ihre Konterstärke zeigten und so 7 Treffer in Folge erzielen konnten, wobei zwischenzeitlich Jannes erneut seine Präzision aufblitzen ließ und unseren dritten Treffer erzielte. So stand es zur Halbzeit 10:3 aus unserer Sicht und jetzt dachten wir, es bahnt sich ein Debakel an in den zwei restlichen Abschnitten. Der Trainer appellierte in der Halbzeit an die Spieler, nicht so hektisch und schnell zu spielen, möglichst Fehlpässe zu vermeiden und bei jedem Torschuss Minimum eine Ecke herauszuholen – dass alles sollten die Spieler umsetzten, damit der Gegner möglichst weit von unserem Tor wegblieb.

Im 3. Viertel erzielten nach einer vergebenen Überzahlsituation unsererseits das 11:3, doch jetzt sollte es anders kommen und das hatte vorher keiner wirklich gedacht. Wir erzielten 4 Tore in Folge und eines direkt mit der Schlusssirene, wobei die Leipziger zwischenzeitlich noch Ihren 12 Treffer markieren konnte, aber so gingen wir mit einem 5 Tore Rückstand in die letzte Pause und das verunsicherte die Leipziger dermaßen, dass Sie Ihren Schlussmann erneut wechselten, weil Sie Angst hatten, dass wir das Spiel noch drehen könnten.

Im letzten Abschnitt merkte man den Leipzigern Ihre Unsicherheit an, die Abschlüsse waren unpräzise und Sie scheiterten immer wieder an unserem mittlerweile überragendem „Torwart“ und obwohl bei unseren 9 Spielern die Kräfte langsam schwanden, gaben die nicht auf und nun kam das Pech hinzu. Am Ende hieß es 15:10 und das schönste Tor des Tages war Jan vorbehalten, mit einem Helikopter machte er genau mit der Schlusssirene das 15:10. Dann waren auch alle froh, dass dieses Spiel zu Ende war, jeder hatte das letzte gegeben und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.

„Was soll ich sagen? Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen und bin mehr als zufrieden!“ so der Trainer Oliver Ostermann nach dem Spiel, „wer nur mit 9 Spielern und davon 2 die lange nicht mehr im Wasser waren, anreist sowie nicht sang und klanglos untergeht bzw. auch noch mitspielt, der kann aufgrund der Problematik mit der ganzen Situation mehr als zufrieden sein! Ohne einen richtigen Torwart, ein Feldspieler der eigentlich Centerverteidiger ist, im Tor und dazu noch zwei Spieler, die aufgrund von beruflichen Verpflichtungen im August das letzte Mal in Laatzen im Wasser waren, sowie ohne Training hier fast durchspielen und dann nur mit 5 Toren Differenz zu verlieren, der kann als Trainer eigentlich mehr als zufrieden sein! Auch muss man den Schiedsrichtern ein großes Kompliment machen, denn die haben genauso Pause gehabt wie alle Mannschaften und müssen sich erstmal wieder an den Spielbetrieb gewöhnen, die das Spiel die ganze Zeit hervorragend geleitet haben und bis auf ein bis zwei kleine fragwürdige Entscheidungen, die man aber im Nachgang klären konnte, das Spiel die ganze Zeit super geleitet haben. Ich als Trainer hätte das vor dem Spiel nicht geglaubt, wenn mir einer gesagt hätte, wir verlieren hier nur mit 5 Toren Differenz. Ich hoffe das wir in der nächsten Woche, wenn wir gegen den SC Wedding spielen werden, wieder etwas mehr Spieler zur Verfügung haben, um mehr zu wechseln und den Spielern mehr Pausen zu geben, aber ganz ehrlich, das Ergebnis sind eher zweitrangig und die Freude das man endlich wieder spielen kann ist doch größer.“

Vollkommen zufrieden machten sich dann die Spieler auf dem Rückweg nach Berlin und wir möchten uns nochmal für die großartige Atmosphäre in der Uni Schwimmhalle sowie das äußert faire Publikum dort bedanken, das findet man auch nicht oft in der Liga oder Deutschland vor!

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