Alles für die Katz oder welchen Zweck sollten Hygienekonzepte eigentlich erfüllen?

 
Unzählige Stunden hat der Vorstand des 1. SC Zehlendorf Steglitz e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schwimm – Verband e.V., dem Berliner Schwimm – Verband e.V. und den Berliner Bäder Betrieben AöR damit zugebracht, ein in sich stimmiges Hygienekonzept für den Spiel - und Trainingsbetrieb in den Schwimmhallen der Stadt Berlin und deren Bezirke auf die Beine zu stellen.
 
Seit Ende August ermöglichte dies den rund 200 aktiven Spielern und Spielerinnen ihrem geliebten Sport in dem Element Wasser wieder nachgehen zu können, ohne einer erhöhten Ansteckungsgefahr durch Covid - 19 ausgesetzt zu sein. Maßnahmen wie die Händedesinfektion am Eingang, das Tragen einer Maske im Wettkampf – und Trainingsbereich, die Einschränkungen in dem Umkleidebereich und den Duschräumen unter Einhaltung der Abstandsregeln, die Anwesenheitsdokumentation, die Einbahnstraßenregelung damit sich die verschiedenen Mannschaften bzw. Aktiven beim Betreten und Verlassen der Schwimmhallen nicht begegnen nach jedem Training gehörten dazu. Selbst die Eltern durften die Schwimmhallen nicht mehr betreten. Was schon grenzwertig erscheinen mag, sollte bei einer geschlossenen, für 4.500 Besucher zugelassenen Schwimmhalle die Einhaltung der Abstandsregel doch ein Leichtes sein. Alles Maßnahmen, welche verhindert haben, dass es auch nur zu einem einzigen bekannten Ansteckungsfall innerhalb des Vereins kam. Was auch der großen Disziplin aller Beteiligten – Spieler, Trainer, Betreuer und Eltern – zu verdanken ist. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
 
Nun soll alles vorbei sein, obwohl wir mit absoluter Sicherheit keinen Beitrag zum rasanten Infektionsgeschehen geleistet haben?
Ist es nicht eine Binsenweisheit, dass Sport das Immunsystem stärkt und es ist nicht genau das, was im Moment neben den anderen Maßnahmen so immens wichtig ist?
 
Niemand hätte damit ein Problem gehabt den Spiel- und Ligabetrieb deutschlandweit einzustellen, um das Infektionsrisiko drastisch zu mindern. Aber den Trainingsbetrieb, unter Einhaltung bewährter Hygienekonzepten, ebenfalls zu untersagen, erachten wir für einen groben Fehler. Hier wird mit der Holzhammermethode gearbeitet und der fade Beigeschmack, für die Fehler und Undiszipliniertheit anderer mit Büßen zu müssen, lässt sich nicht unterdrücken.
Egal ob Sportvereine, Gastronomie oder Freizeitbetriebe, für alle stellt sich die Frage, warum erarbeite ich funktionierende Hygienekonzepte, die, wenn es darauf ankommt, von der Politik gänzlich ignoriert werden. Damit werden die Grundpfeiler in der Bekämpfung der Pandemie, Verständnis und Akzeptanz, absolut unnötig aufs Spiel gesetzt.
 
Der 1. SC Zehlendorf Steglitz e.V. erwartet von der Politik diese Schritte nochmals zu überdenken und fordert auch alle anderen Amateurvereine und -verbände dazu auf, ihren Einfluss geltend zu machen und alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um diesen Fehler rückgängig zu machen. Der geordnete Trainingsbetrieb für die hunderttausenden Amateursportler in Deutschland MUSS weiter möglich sein.
 
Der Vorstand